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Für Besucher und Einwohner hat die niederrheinische junge Stadt mit Zukunft, verkehrsgünstig zwischen Wesel und Bocholt gelegen, viel Angenehmes zu bieten. Entstanden ist sie 1975 als Gemeinde Hamminkeln aus sieben ehemals selbständigen Gemeinden als Folge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein Westfalen.

Schloss RingenbergStadt wurde Hamminkeln 1995 aufgrund des ständigen Zuwachses an Einwohnern. Bei Erreichen einer Einwohnerzahl von 25.000 wird eine Kommune aufgrund rechtlicher Bestimmungen Stadt. Bei der Übertragung dieser Bezeichnung wird nicht darauf geachtet, ob die Kommune auch das typisch städtische Gepräge hat. Die Ortsteile Brünen (mit Marienthal), Dingden, Hamminkeln, Loikum, Mehrhoog, Ringenberg und Wertherbruch tragen keine Kennzeichen hektischer Betriebsamkeit, sondern haben nach wie vor dörflichen Charakter und liegen inmitten einer typisch niederrheinischen Landschaft. Jeder Ortsteil für sich ist etwas Selbständiges und Besonderes und dennoch ist das Zusammenwachsen so gut gelungen, daß es sich angenehm leben läßt unter einem Dach.
Für jeden, der sich der Natur und dem Leben auf dem Lande verbunden fühlt, hat die Stadt an der Issel und einem Altarm des Rheins gelegen ihren ganz besonderen Reiz. Wandermöglichkeiten im Naturpark "Hohe Mark", 1001 Möglichkeiten zum Radwandern oder ein Streifzug durch die Geschichte mit der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten verdienen in diesem Zusammenhang besondere Erwähnung.
Die Aufteilung an Gewerbegebieten steht im angenehmen Verhältnis zur Natur und zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Namhafte Unternehmen haben hier ihren Sitz. Ebenso setzt eine beträchtliche Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe die bäuerliche Tradition der Region fort. Handel, Handwerk und Dienstleistungen, angenehme Einkaufsmöglichkeiten und ein hinreichendes Angebot an Kultur sorgen in jeder Beziehung für ein lebenswertes Umfeld.
(Weitere Infos: www.hamminkeln.de)
Hünxe wurde als "de Hungese" im Jahre 1092 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Aber schon zu früheren Zeiten war das untere Lippetal Siedlungsland. Das beweisen die hier häufigen Bodenfunde in vorgeschichtlichen Gräbern aus der jüngeren Steinzeit (um 2000 v. Chr.) und der älteren Bronzezeit (um 1500 v. Chr.). Archäologen haben in Bruckhausen und Bucholtwelmen Reste von Häusern, die vor etwa 2500 Jahren gebaut wurden, freigelegt. Historische Bauwerke dokumentieren eindrucksvoll die 900-jährige Geschichte - zu entdecken bei einem Streifzug durch Hünxe und Umgebung.
Das Rathaus in Hünxe
Seit dem 14. Jahrhundert waren die Herzöge von Kleve die Herren über Land und Leute. Als nach der großen Revolution die Franzosen die feudalen Verhältnisse wegfegten, kam an deren Stelle nach französischem Vorbild die Municipalverfassung mit neuen Verwaltungsbezirken und Bürgermeistern in den Gemeinden. Seit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 gehören die Ortsteile Bruckhausen, Bucholtwelmen, Gartrop-Bühl und Hünxe südlich der Lippe sowie Drevenack und Krudenburg nördlich des Flusses dem Bereich der jetzigen Gemeinde Hünxe an.
(Quelle:www.huenxe.de)
Touristisches Kurzportrait
Die Gemeinde Schermbeck nimmt mit im Vorfeld des nördlichen Ruhrgebietes inmitten von Heiden, Wäldern und Wiesen als Erholungsgebiet einen hervorragenden Rang ein.
Ruhe, saubere Umwelt und der direkte Kontakt zur Natur bilden eine geradezu ideale "grüne Lunge". Nicht von ungefähr ist deshalb das gesamte Gemeindegebiet Teil des Naturparks "Hohe Mark".
Die herrlichen Partien des rd. 6.000 Morgen großen Staatsforstes mit reichem Wildbestand in den Ortsteilen Weselerwald, Dämmerwald und Damm mit seinem großen Wacholderflächen;
die Naturschutzgebiete "Loosenberge", "Lippe-Aue" sowie "Lichtenhagen" und der Freudenberger Forst (3.600 Morgen groß) mit den schönen Kiefernwäldern sind Garanten für eine abwechslungsreiche Landschaft.
Eingang zum Schloss in Schermbeck
Nicht nur landschaftlich ist die Gemeinde Schermbeck einzigartig sondern auch ihre kulturhistorische Substanz. Dies kommt besonders in den Ortsteilen Gahlen und Schermbeck mit ihren Boden- und Baudenkmälern zum Ausdruck. Zahlreiche Objekte und ein beschilderter "historischer Rundgang" laden zu einem interessanten Spaziergang ein. Zu bestaunen sind unter anderem die "obere" und "untere" Burgmühle an den Mühlenteichen, das ehemalige Wasserschloß Schermbeck - als klevische Landesburg um 1300 erbaut, mehrfach zerstört oder beschädigt und umgebaut.
Die Geschichte der Gemeinde wird dem Betrachter anschaulich durch das Heimatmuseum und dessen wechselnden Ausstellungen vermittelt.
Der Ortsteil Gahlen ist durch mehrere Erfolge beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" überregional bekannt geworden. Schon ein kleiner Rundgang um den Mühlenteich in Gahlen zeigt den Besuchern Spuren einer über 1000-jährigen Geschichte, wie alte Bauwerke und anders mehr auf. Das älteste Bauwerk im Gahlener Ortskern ist die evangelische Dorfkirche. Einige Fakten lassen auf eine Gründung der Kirche bis vor 900 n. Chr. schließen. Auch das "Kneipp'sche Wassertretbecken" auf der Sportanlage "Im Aap" des TuS Gahlen, die Ev. Jugendfreizeitstätte sowie das "Ritteressen" im Restaurant "Hohes Ufer" haben Gahlen bekanntgemacht.
Schermbeck hat sich trotz kontinuierlicher Fortentwicklung seinen dörflichen Charakter
bewahrt.
(Quelle: www.schermbeck.de)
Kurzportrait - Eine Stadt stellt sich vor
Voerde, eine Stadt mit überdurchschnittlicher Wohnqualität, eingebettet in die reizvolle niederrheinische Landschaft, bietet seinen fast 40.000 Einwohnern und den Gästen attraktive Einkaufsmöglichkeiten, interessante Freizeitangebote und Sehenwürdigkeiten.
Die Anfänge Voerde's gehen ins frühe Mittelalter zurück. Funde aus vergangener Zeit beweisen jedoch, daß das Land an Rhein und Lippe schon viel früher besiedelt und bewirtschaftet gewesen ist. Archäologen und Historiker haben festgestellt, daß Voerde schon zur Römer und Frankenzeit als Platz an der Furt über einen Rheinarm begann.
Die alte Schreibweise für "Furt" war "Fuerdt". Daraus entwickelte sich der Name Voerde.Von 1652 bis 1804 hatte Voerde Rang und Gerichtsbarkeit als "Herrlichkeit Voerde" von brandenburgischen Gnaden. Von 1805 bis 1813, während der französischen Fremdherrschaft, war Voerde Teil des Amtes "Götterswickerhamm", das Napoleon 1806 in eine "Mairie" (Bürgermeisterei) umtaufte.
1815 wurde wiederum unter preußischer Herrschaft aus Götterswick eine Landbürgermeisterei mit den Gemeinden Voerde, Löhnen, Mehrum, Götterswickerhamm, Möllen und Spellen gebildet.1911 wurde die Bürgermeisterei Götterswickerhamm in Voerde umgetauft.
Nach einer internen Neuordnung schlossen sich die Gemeinden Löhnen, Götterswickerhamm und Mehrum 1922 zur Gemeinde Löhnen zusammen, während Möllen, Voerde und Spellen sich zur Gemeinde Voerde bekannten. Beide wurden unter dem gemeinsamen Dach des Voerder Rathauses verwaltet.
Dieses zweigeteilte Amt gab es bis zum Jahre 1950. Beide Gemeinden besiegelten ihren Zusammenschluß 1950 zur Großgemeinde Voerde. Genau 30 Jahre hat dieses Bündnis bestanden, ehe es nach einer stürmischen Entwicklung und nach großen Anstrengungen im Kampf um die Selbständigkeit 1981 zu Stadtehren kam.
Voerde zeichnet sich durch eine ausgesprochen günstige verkehrsgeographische Lage aus, was die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser betrifft. Im Schnittpunkt zweier Entwicklungsachsen gelegen, die durch eine Konzentration von Einrichtungen, vor allem auf
dem Verkehrs- und Transportsektor, gekennzeichnet sind, ist hier gewährleistet, daß regionale und überregionale Wirtschaftszentren und auch Erholungsgebiete schnell zu erreichen sind. Die Holland Autobahn A3 (Anschlußstelle Hünxe) ist von Voerde aus gut und in wenigen Minuten zu erreichen und die Bundesstraße 8 durchzieht in Nord-Süd Richtung die ganze Stadt. Mehrere Buslinien verbinden Voerde mit Duisburg und Wesel und regeln den innerstädtischen Verkehrsbetrieb. Durch Voerde führt die Bundesbahnhauptstrecke Ruhrgebiet Holland mit den Haltepunkten Voerde und Friedrichsfeld. Der Rhein und der Wesel-Datteln-Kanal tragen die Schiffe, die dann im Rheinhafen Voerde Emmelsum be- und entladen werden.
Der Nahverkehrsflughafen "Schwarze Heide" ist nur ca. 10 km entfernt und der Großflughafen
Düsseldorf ca. 55 km.
Voerde gehört zu den Städten mit überdurchschnittlicher Wohnqualität in landschaftlich reizvoller Umgebung. Voerde bietet für seine Einwohner attraktive Sport und Freizeitmöglichkeiten. Insgesamt 200 Kilometer Rad und Wanderwege führen entlang der Rheinpromenade in Götterswickerhamm, durch das Naturschutzgebiet "Mommniederung",vorbei an Denkmälern und Sehenswürdigkeiten.
Haus Voerde
Eine der Sehenswürdigkeiten ist das Wasserschloß "Haus Voerde", das u.a. durch die gute Restauration und das dort ansässige Standesamt weit über die Grenzen Voerde's bekannt ist.
Voerde hat im Verlaufe der letzten Jahre insbesondere im Bereich der City ein Umfeld
geschaffen, daß ein Nebeneinander zwischen Wohnen und Einkaufen im Grünen ermöglicht.
In der Citylage um das Rathaus herum bildet der neu gestaltete Marktplatz Einkaufs und
Kommunikationsmöglichkeiten für Jung und Alt. In unmittelbarer Nähe befinden sich Banken und Geschäftslokale. Darüber hinaus entstand in architektonisch ansprechender Form ein SB-Warenhaus mit rd. 8.000 qm Verkaufsfläche, wovon rd. 2.800 qm als Shop-Zonen angelegt sind. Der Voerder City-Bereich beherbergt außerdem ein Hotel Garni mit einer Bettenkapazität von 103 Betten. Planerisch sollen die Übergänge zwischen dem Wohnen und dem Einkaufen fließend sein, um die Ein- und Zweifamilienhausstruktur, die bis in die Randzone des City Bereiches heranreicht, durch eine ausgewogene Gestaltung des Ortskernes abzurunden.
Aber auch im Bereich der Industrieansiedlungen wird derzeit ein Konzept mit den Nachbarkommunen über eine industrielle Erschließung des Lippemündungsbereiches entwickelt, durch daß großflächig Industriegelände bereitgestellt werden soll. Daneben steht der Stadt Voerde im Ortsteil Emmelsum an der Bösken-/Weseler Straße eine erschlossene und sofort nutzbare Industriefläche in der Größenordnung von rd. 13 ha zur Verfügung. Dieser Bereich liegt unmittelbar in Hafennähe und besitzt einen Gleisanschluß.
Die Stadt Voerde ist im Rahmen ihrer Wirtschaftsförderung bestrebt, durch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen dazu beizutragen, daß die Region eine Zukunftsperspektive erhält, die ein Wohnen und Leben in der Stadt Voerde (Niederrhein) noch attraktiver macht.
Die Inbetriebnahme des Bürgerbüros im Rathaus im Dezember 1996 sowie des Bürgerbüros in Friedrichsfeld am Markt im August 1999 dokumentiert, daß die Stadt bemüht ist, den
Verwaltungsbesuch noch angenehmer zu gestalten. Durch das Bürgerbüro ist derDienstleistungsservice gegenüber den Bürgern weiterhin verbessert worden. Die Philosophie und Grundidee des Bürgerbüros ist denkbar einfach und lautet: einen modernen, kundenorientierten Service von unterschiedlichsten Verwaltungsleistungen in räumlicher Nähe anzubieten.
(Quelle: www.voerde.de)

Wesel verbindet, links und rechts des Rheins gelegenDie Frühgeschichte im Weseler Raum läßt sich nur schwer rekonstruieren. Das liegt wahrscheinlich daran, daß sowohl der Rhein als auch die Lippe ihr Bett häufig verlagerten und etwaige Spuren früherer Besiedlung hinweggeschwemmt wurden. Funde in Kiesgruben bei Wesel-Bislich deuten jedoch auf eine Besiedlung in Bronze- und Steinzeit hin.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. kamen die Römer an den Niederrhein. Man geht davon aus, dass um die Wohnstadt Colonia Ulpia Traiana (heute Xanten) und das Miliärlager Castra Vetera (bei Birten) zu schützen, auf der rechten Rheinseite ein römischer Wachposten errichtet wurde. Beweise gibt es dafür jedoch nicht.
Die erste nachprüfbare Ansiedlung auf heutigem Weseler Stadtgebiet enstand nach der Völkerwanderung und erlangte seine größte Bedeutung vermutlich zur Zeit des Frankenkönigs Karls des Großen, also um das Jahr 800. In mehreren Quellen wird der Stützpunkt Lippeham erwähnt, der wohl im Gebiet zwischen Flüren und Bislich gelegen hat, wo die Lippe einstmals in den Rhein mündete. Von hier brach der Kaiser mehrmals zu Feldzügen gegen Sachsen und Dänen auf. Was mit dieser Ansiedlung später geschah, ist nicht bekannt, vermutlich ging sie im Hochwasser beider Flüsse unter.
Lippeham kann somit nicht als Ursprung der Stadt Wesel gelten. Man geht vielmehr davon aus, dass ein großer fränkischer Gutshof den Ausgangspunkt für die Entstehung der Stadt bildete. Dieser Gutshof befand sich mit ziemlicher Sicherheit da, wo heute das städtische Centrum mit Bücherei, Kulturamt und Volkshochschule steht. Auch hier sind die Aufzeichnungen dürftig. Funde unter dem Wilibrordidom belegen jedoch, dass bereits im achten Jahrhundert auf Weseler Grund eine Kirche stand.
In einer Urkunde vom 1. Mai 1065 schließlich taucht der Name Wesel erstmalig auf. König Heinrich IV. bestätigt die Rückgabe der Kirche und des Besitzes der villa Wisele an das Kloster Echternach. Das Urkundenbuch desselben Klosters enthält auch eine Urkundenabschrift, in der im Zusammenhang mit einer Schenkung aus dem 8. Jh. erstmals der Name wesele auftaucht.
Zu Beginn des 12. Jahrunderts schließlich fiel Wesel als Mitgift an die Grafen von Kleve. Begünstigt durch die geographische Lage war Wesel damals bereits Warenumschlagsplatz für Güter vom Rhein zur Lippe und umgekehrt geworden. Die Befreiung vom Reeser Zoll tat ein übriges, um die Bedeutung der Siedlung Wesel am Rhein zu steigern.

Auszug aus der
Stadtrechtsurkunde
Mit der Stadterhebung Wesels im September 1241 durch den clevischen Grafen Dietrich erlangte die Weseler Bürgerschaft eine Reihe von Privilegien; unter anderem wurde ihr freier Erbgang, Freiheit an allen landesherrlichen Zollstätten, alleinige Anklage vor dem städtischen Gericht - mit Rechtszug nach Dortmund, also außerhalb des Clevischen Territoriums - sowie höchstens eintägige Heranziehung zu Kriegsdiensten gewährt. Eine Ausweitung der Privilegien erfolgte bis 1277. Danach erhielt Wesel das Recht zur ungehinderten Durchführung des Wochenmarktes, das Braurecht, ein tägliches Gericht in der Stadt sowie Zoll- und Akziseeinnahmen.
Ohne Frage war die reichhaltige Privilegierung Grund für die rasche Blüte der jungen Stadt. Während sich der Weseler Handel im 13. Jahrhundert auf den Kauf und Verkauf von Lebensmitteln und Handwerkserzeugnissen wie Salz, Heringe, Eisen, Bauholz, Pelze und Wein beschränkte, erfolgte der große wirtschaftliche Aufschwung im 14. Jahrhundert durch Verarbeitung eingeführter Rohstoffe sowie den Export von Fertigwaren. Besonders die Tuchfabrikation wurde zu einer Hauptquelle des Wohlstands.
Wesel trat 1407 der Hanse bei und erlangte bald eine derart einflußreiche Stellung, dass die Stadt auf dem Lübecker Hansetag 1447 als eine der fünf Vororte des Kölnischen Hanseviertels anerkannt wurde. 1458 fand die erste Tagfahrt der westlichen Hansestädte in Wesel statt, der im 15. Jahrhundert noch viele folgten.
Für die von den Niederlanden, aus Westfalen und weiter her eingeführten Waren wurde Wesel zum wichtigsten Stapel- und Umschlagplatz nach Köln. Handelsbeziehungen lassen sich zu den großen niederländischen Hansestädten, zum Londoner Stahlhof, aber auch zu Stralsund, Danzig, Reval, Riga und Bergen nachweisen.

Rathaus
Durch die prosperierende Wirtschaft wurde die im Spätmittelalter einsetzende große Bautätigkeit in Wesel finanzierbar. Allein zwei monumentale Rathausbauten innerhalb von 60 Jahren zeugen von der raschen Entwicklung der Stadt. Während der erste Rathausbau des Meisters Geliß von 1390 für den Nachfolgebau bis auf die Grundmauern abgetragen wurde, erlangte das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert Bedeutung über die Stadtgrenzen Wesels hinaus. Das 1456 bis 1457 errichtete Gebäude zählte zu den bekanntesten niederrheinischen Profanbauten der Spätgotik und wurde zu einem Wahrzeichen der Stadt.
Wenige Jahrzehnte zuvor war fast zeitgleich mit dem Umbau der Willibrordi-Kirche (1424) und dem Neubau der Mathena-Kirche (1429) begonnen worden. Ursprünglich als dreischiffige Stadtkirche geplant, wurde der Willibrordidom ab 1501 unter dem Meister Gerwin von Langenberg bis etwa zur Mitte des 16. Jahrhunderts zu einer fünfschiffigen Kirche umgebaut.
Die genannten und weitere große Bauvorhaben des 15. Jahrhunderts machten Wesel zu einem Mittelpunkt des künstlerischen Lebens am Niederrhein. Hier schufen die bedeutendsten Baumeister, Bildhauer, Bildschnitzer, Maler und Goldschmiede der Zeit. Barthel Bruyn, Derik Baegert und sein Sohn Jan Baegert, Jan Joost van Calcar, Heinrich Douvermann - klangvolle Namen des spätmittelalterlichen Kunstschaffens am Niederrhein - sind mit Wesel in Verbindung zu bringen. Aus der vorreformatorischen Zeit befindet sich noch heute das bekannte Gerichtsbild Derik Baegerts, das für den Gerichtsraum im spätgotischen Rathaus angefertigt wurde, in städtischem Besitz. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts wird gemeinhin die Blütezeit der Stadt Wesel datiert.
Schon früh sympatisierte die Weseler Bürgerschaft mit der Reformation. Bei der Ratswahl 1525 zeigte sich der lutherische Einfluss bereits sehr deutlich. Ostern 1540 schließlich wurde im Willibrordidom das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt. Von diesem Tag an galt Wesel als Stadt des Protestantismus, die viele Glaubensflüchtlinge aus den habsburgischen Niederlanden anzog. Die Bereitschaft der Stadt, den Verfolgten Schutz zu geben, brachte ihr den Beinamen "Vesalia hospitalis" ein.
Die günstige Lage der Stadt und ihre wirtschaftliche Bedeutung weckten allerdings auch Begehrlichkeiten, die in kriegerische Auseinandersetzungen mündeten und der Stadt in den folgenden Jahrhunderten zum Verhängnis wurden. Nach spanischer Besatzung wurde die Stadt 1629 von den Niederländern befreit. Ihnen folgten die Franzosen bis 1680 als Besatzer. Unter Kurfürst Friedrich Wilhelm begann die fast 300jährige Festungszeit Wesels. Die Stadt wurde nach modernsten Erkenntnissen der damaligen Zeit zu einer Festung umgebaut. Die städtische Ausdehnung wurde auf Altstadt und Mathena-Vorstadt beschränkt. Eine weitere räumliche Entwicklung über diesen Ring hinaus blieb ihr durch die sogenannten Rayon-Gesetze versagt. Ein System von Gräben und Bastionen schnürte die Stadt ein. Von ehemals 13 Toren zur Hansezeit blieben lediglich vier erhalten. Neben einem Teil der Zitadellenanlage ist heute in Wesel noch das Barockbauwerk dieser Zeit weitgehend erhalten. 
Der Hofbaumeister Friedrich Wilhelms I., Jean de Bodt, errichtete das Berliner Tor im Herzen der Stadt. Im Dezember 1805 trat Preußen mit dem rechtsrheinischen Kleve die Festung Wesel an Napoleon ab.
Die Preußen übernahmen schließlich 1815 erneut das Regiment in Wesel und bauten sie zu einer Garnisonsstadt aus. Infanterie, Artillerie sowie zuweilen auch Kavallerie und Pioniere, lagen in der Stadt am Rhein bis zum Ersten Weltkrieg. Trotz hervorragender infrastruktureller Bedingungen wie Rheinbrücken und Hafen sowie am Schnittpunkt mehrerer Eisenbahnlinien, konnte der wirtschaftliche Anschluß an das Ruhrgebiet nicht gefunden werden, denn Wesel hatte als Festungsstadt keine Entwicklungsmöglichkeiten. Die Entfestung der Stadt in den 1890er Jahren, in dieser Zeit entstanden übrigens auch die Ringstraßen um die Altstadt, kam zu spät.
In den Jahren des ersten Weltkrieges von 1914 - 1918 war Wesel militärischer Sammelpunkt, tausende von Soldaten zogen von hier in den Krieg. Doch nachdem der Krieg verloren war, änderte sich das Bild drastisch.

Großer Markt nach
der Bombardierung 1945
Die von den Siegermächten auferzwungene Entmilitarisierung des Rheinlandes ließ auch die Weseler Kasernen leer stehen.
Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Januar 1933 begann Deutschland Zug um Zug mit der Aufrüstung. Wieder einmal wurde Wesel ein wichtiger Ort für das Militär. Doch was ihr einst zu wirtschaftlicher Blüte verholfen hatte, nämlich die günstige Lage an Rhein und Lippe, wurde der Stadt wegen ihrer strategischen Bedeutung als Brückenkopf im Februar 1945 vollends zum Verhängnis. Im Bombenhagel alliierter Angriffe wurde die Stadt vor mehr als 50 Jahren nahezu vollständig zerstört, 97 Prozent der Innenstadt lagen in Trümmern. Der Wiederaufbau Wesels an alter Stelle, ab den fünfziger Jahren energisch vorangetrieben, gab der Stadt ein neues Gesicht.
Die Kreisstadt im Grünen hat heute rund 64.000 Einwohner. Alle Schul- und Weiterbildungsformen sind am Ort vorhanden. Wesel ist Studienzentrum der Fernuniversität Hagen. Darüber hinaus sind Volkshochschule sowie Musik- und Kunstschule für viele Menschen in der Stadt und aus der Umgebung gern in Anspruch genommene städtische Bildungseinrichtungen. Zwei Krankenhäuser, Altenheime und -tagesstätten, Kindergärten und Jugendfreizeitheime stehen beispielhaft für die umfassende Ausstattung Wesels mit sozialen Einrichtungen.
Das Städtische Bühnenhaus erfreut seine Besucher mit bedeutenden Tournee-Schauspielen und Konzertaufführungen. Das Lutherhaus gilt als beliebter Raum für die Durchführung von Kammerkonzerten. Die Stadtbücherei bietet den Leserinnen und Lesern ein breitgefächertes Angebot von rund 100.000 Medien. Das Städtische Museum Galerie im Centrum, das Heimat- und Rhein-Deich-Museum in Bislich sowie das Städtische Museum Abteilung Schill-Kasematte in der Zitadelle stehen für die kulturelle Vielfalt in der Stadt. Seit Dezember 1998 steht im Körnermagazin der preußischen Befestigungsanlage ein Museum von überregionaler Bedeutung zur Verfügung. Mit finanzieller Unterstützung des Landes ist dort das Preußenmuseum Nordrhein-Westfalen eingerichtet worden.
(Quelle: Stadt Wesel )
© 2012 Norbert Meesters